Fotografieren waehrend Safari

Loewe im Focus einer Kamera.
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Besonders wichtig ist es, das Verhalten der Tiere, die Sie fotografieren wollen, zu kennen. Indem Sie ihr Verhalten verstehen, werden Sie bessere Moeglichkeiten haben, sie zu finden und ihre Handlungen vorauszusehen.

Wenn Sie sich ueber das Verhalten der Tiere belesen, lernen Sie, welche verschiedenen Aufenthaltsorte ein Tier bevorzugt. Ihr Wissen koennen Sie dann mit dem Ihres qualifizierten Reiseleiters kombinieren, um die besten afrikanischen Pirschfahrten und Buschwanderungen zu planen, waehrend denen Sie dann die Moeglichkeit haben werden fantastische Fotos zu machen.

Sicherheit ist sehr wichtig, deshalb achten Sie immer darauf, dass Sie sich nicht in Gefahr bringen. Behindern Sie die Tiere nie in ihrem natuerlichen Verhalten, nur um ein besseres Foto zu bekommen!

Einige Abschnitte der Reisen beinhalten Treffen mit Menschen ortsansaessiger Staemme und mit einem kulturellen Hintergrund, der sich von unserem wesentlich unterscheidet. Bitte seien Sie hoeflich, wenn Sie Fotos machen wollen. Es ist immer besser, erst ein gutes Verhaeltnis zu denen aufzubauen, die Sie fotografieren wollen, und dann zu fragen, ob sie mit einem Foto einverstanden sind. Die Stammesmitglieder sind teilweise sehr misstrauisch gegenueber Kameras und aeussern sich lautstark und ausdrucksvoll gegenueber denjenigen, die erst schiessen und dann Freundschaft schliessen.

Die folgenden Tipps sollten Ihnen helfen, Erinnerungsfotos von Ihrer Afrikasafari zu machen:

Richten Sie bei Nahaufnahmen die Kamera auf die Augen des Tieres. Dadurch wird garantiert, dass ein Grossteil des Kopfes auf dem Foto ist. Seien Sie jederzeit mit Ihrer Kamera bereit, denn Tiere erscheinen oft unvermittelt und verschwinden dann genauso schnell wieder.

Vermessen Sie Ihr Objekt. Wenn Sie z.B. einen Elefanten fotografieren wollen, machen Sie erst ein Portraetfoto. Anschliessend machen Sie ein allgemeines Foto mit dem ganzen Tier und dann fotografieren Sie Details, wie Ruessel und Gesicht.

Verwenden Sie kontrastarme Filme bei Sonnenschein und kontraststarke Filme bei Bewoelkung oder truebem Wetter. Fotografieren Sie horizontal und vertikal. Nehmen Sie als Ausgangsposition verschiedene Ebenen ein, wenn Sie sich auf einer Pirschfahrt befinden. Fotos, die in Augenhoehe der Tiere gemacht werden, wirken besonders sensationell.

Zentrieren Sie nicht alle Ihrer Aufnahmen; lassen Sie Raum fuer eventuelle Bewegungen des Tieres. Dies schuetzt vor leblosen Kompositionen und gibt die exakte Abbildung Ihres Objektes. Ein guter Ausgangspunkt fuer das Fotografieren von Wildtieren ist ein Objektiv mit einer Laenge von 300mm. Zum Fotografieren von Voegeln sind 500mm-Objektive erforderlich. Wenn sich das Objekt bewegt, verwenden Sie am besten eine Verschlussgeschwindigkeit von 1/125, ausser wenn Sie eine Schwenkmethode anwenden. Das Fotografieren fliegender Voegel erfordert eine Geschwindigkeit von 1/500 oder mehr.

Warum teilen Sie nicht Ihre schoensten Eindruecke von Afrika in unserem Siyabona Forum? Dort koennen Sie auch Ihre Reiseberichte einstellen und anderen von Ihren Afrikaabenteuern erzaehlen.

Filmanforderungen:

Waehrend Ihrer Safari werden Sie unglaubliche Moeglichkeiten zum Fotografieren haben. Es gibt in keinem der Laender des suedlichen Afrikas eine Begrenzung fuer das Mitbringen von Filmen, also packen Sie reichlich ein! Filme sind in Afrika sehr teuer und schwer zu finden. Wenn Sie an einem FOTOTAGEBUCH Ihrer Safari interessiert sind, bringen Sie am besten mindestens einen Film pro Tag mit – oder lieber noch mehr als zu wenig.

Fuer die meisten Aufnahmen im offenen Gelaende bei Tageslicht empfehlen wir Kodachrome 64 (Diafilm) oder Fujichrome 100. Fuer laengere Objektive, die weniger Licht aufnehmen, oder fuer Situationen mit weniger Licht waehrend der Daemmerung werden auch 400 ASA (oder mehr) empfohlen. Ein Blitz ist ein nuetzlicher Zusatz, wenn Sie dunkle Objekte waehrend der Daemmerung oder Szenen am abendlichen Feuer fotografieren moechten. Verstauen Sie Ihre Filme in einem Filmschutzbeutel aus Bleifolie, um sie vor Hitze, Staub und Roentgenstrahlen bei Flughafenkontrollen zu schuetzen. Zwei Arten sind auf dem Markt erhaeltlich: einer fuer Filme bis 400 ASA und einer fuer Filme bis 3200 ASA. Der 3200 ASA-Beutel ist fuer Roentgenstrahlen nahezu undurchdringbar und seinen Preis auf jeden Fall wert.

Objektive:

Ein 200 oder 300mm-Objektiv (oder 80- 300 Zoom) ist fuer das Fotografieren des Buschlebens vom Auto oder Boot aus meist ausreichend. Ein 400- 500mm-Objektiv arbeitet vorallem gut, wenn Sie ein begeisterter Vogelfotograf sind.

Ein Standard-50mm- oder Weitwinkelobjektiv ist gut fuer Landschaftsaufnahmen und Fotos von Menschen. Sind Sie ein fleissiger Fotograf, dann bringen Sie am besten zwei Spiegelreflexkamerakoerper (eines Typs) mit, damit Sie nicht staendig das Objektiv wechseln muessen. Mit zwei Kameras verbringen Sie mehr Zeit damit, die Gegend anzuschauen und Fotos zu machen, als staendig in Ihrer Kameratasche herumzuwuehlen, Staub in Ihren einzigen Kamerakoerper zu bekommen und die Abenteuer des Busches zu verpassen!

Filter & Zubehoer:

Skylight- und Haze-Filter sind sowohl fuer den Schutz des Objektivs als auch fuer die Bildverbesserung sehr nuetzlich. Polarisierende Filter sind nuetzlich, wenn Sie Fotos ueber dem Wasser oder mit Weitwinkel von Himmel und Wolken machen wollen. Auch wenn Stative sperrig sind und Sie nur selten Moeglichkeiten haben werden, sie zu verwenden, wollen Sie vielleicht doch eins mitbringen. Ein kleiner Bohnensack ist sehr handlich, um Ihre Kamera, Objektive und Zubehoer auf dem Dach der Fahrzeuge zu transportieren. Wir schlagen vor, dass Sie den Sack zu Hause naehen (etwa 6 x 9ft/ 1,8 x 2,7m) und ihn dann mit auf einem oertlichen Markt erworbenen Bohnen fuellen (um Gewicht zu sparen).

Bringen Sie ausreichend Ersatzbatterien fuer Filmtransporte, Blitze, usw. sowie Ihre Kamera mit (sind in Afrika nur sehr knapp vorhanden). Sehr praktisch ist es, wenn Ihre gesamte Ausruestung eine Batteriegroesse benoetigt. So koennen Sie Batterien aus einem Geraet auch in einem anderen verwenden, sollten sie dort knapp werden.

Sollten Sie sich vor Reisebeginn eine neue Kameraausruestung kaufen wollen, sichern Sie bitte, dass Sie mit deren Betrieb vertraut sind. Versuchen Sie, sich den Typ des Lichts sowie die Bedingungen des Objekts, die Sie auf der Reise erwarten, vorzustellen und verbrauchen Sie ruhig einige Filmrollen, um zu experimentieren und Ihre Technik zu perfektionieren. Vielleicht hilft auch ein Ausflug in den Zoo bei Vorstellung der Licht- und Objektverhaeltnisse und Umgang mit der Technik.

Die Zeit, die Sie mit den Vorbereitungen verbringen, zahlt sich in jedem Fall waehrend Ihrer Reise aus. Diejenigen, die wahre Kamerafans sind, sollten eine kleine automatische (Ziel und Aufnahme) Kamera fuer die Bequemlichkeit zusaetzlich zu Ihrer unhandlichen SLR-Kamera mitbringen. Diese ist als Unterstuetzung sehr hilfreich, vorallem in Situationen, wo das Einstellen einer SLR-Kamera zu zeitaufwendig und nervenaufreibend ist. Polaroidkameras bieten immer ein Sofortgeschenk und dienen oft als Eisbrecher im Kontakt mit Einheimischen. Wenn diese ein Foto erhalten, sind sie meist auch bereit fuer Ihre SLR-Kamera zu posieren.

Schutz und Versicherung

Der Transport waehrend Safari-Ausfluegen ist meist sehr ruppig, Vibrationen von Motoren und holprigen Strassen koennen Ihre Kameraausruestung zerstoeren; bitte verpacken Sie sie gut. Auch kommt es vor, das Kameras aus dem Fahrzeug fallen oder im Fahrzeug herunterfallen. Auf einigen Ausfluegen werden Sie auf Booten transportiert, wo die Wahrscheinlichkeit, dass Sie und/ oder Ihre Kamera ueber Bord gehen, sehr hoch ist. Versichern Sie Ihre Ausruestung daher. Eine Hausratversicherung uebernimmt gewoehnlich auch die Deckung von Fotoausruestungen.

Kulturelle Beziehungen

Einige Abschnitte der Reisen beinhalten Treffen mit Menschen ortsansaessiger Staemme und mit einem kulturellen Hintergrund, der sich von unserem wesentlich unterscheidet. Bitte seien Sie hoeflich, wenn Sie Fotos machen wollen. Es ist immer besser, erst ein gutes Verhaeltnis zu denen aufzubauen, die Sie fotografieren wollen, und dann zu fragen, ob sie mit einem Foto einverstanden sind. Die Stammesmitglieder sind teilweise sehr misstrauisch gegenueber Kameras und aeussern sich lautstark und ausdrucksvoll gegenueber denjenigen, die erst schiessen und dann Freundschaft schliessen.

Hinweise zum Fotografieren

Lassen Sie sich nicht von Ihrer Kamera blenden. Da draussen ist eine ganze Welt und Fotos halten nur Eindruecke fest. Die Zeichen und Geraeusche dieser unberuehrten Gebiete sind alle miteinander verbunden, und wenn Sie zu viel Zeit damit verbringen, durch den Sucher Ihrer Kamera zu schauen, verpassen Sie einen Gossteil des Ausfluges. Tiere halten sich nicht an Termine; Toetungen passieren im ploetzlichen Durcheinander eines Fellknaeuels; und Leoparden springen im Bruchteil einer Sekunde vom Baum.

Ist Ihre Kamera dann nicht betriebsbereit, verpassen Sie den preisgekroenten Schuss. Die von uns genutzten Fahrzeuge sind sehr stabil. Mit 5 bis 7 Personen besetzt kann jedoch jede Bewegung eines Mitreisenden ein perfektes Foto unmoeglich machen. Deshalb ist es besser, die anderen zu bitten, fuer einen Moment still zu halten, waehrend Sie fotografieren und sich danach zu bedanken. Bitte achten Sie darauf, dass Sie den besten Ausgangsort fuer ein Foto nicht an sich reissen und nehmen Sie Ruecksicht auf die Beduerfnisse und Wuensche Ihrer Mitreisenden. Ihr Reiseleiter ist Ihnen beim Tauschen der Sitze innerhalb der Fahrzeuge gern behilflich.


Loewe im Focus einer Kamera.
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