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Camp Okavango im Okavango Delta, Botsuana
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Es ist ein Gefuehl von Freiheit, sich unter den Tieren Afrikas zu bewegenEs ist kurz nach 8 Uhr, als mein Motorboot seine Reise in den gewundenen Wasserstrassen in der Naehe der Xakanaka-Lagune beginnt. Als wir mit hoher Geschwindigkeit durch Untiefen und um enge Wendungen brausen, streifen hohe Schilfpflanzen und Reihen von Papyrusstauden das Boot. |
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Ich bin auf dem Weg vom Moremi Game Reserve zum Camp Okavango – eine luxurioese Lodge im Herzen des Okavango Deltas in Botsuana, die von Desert and Delta Safaris betrieben wird. Als wir den breiten Monachira-Kanal erreichen, lehne ich mich entspannt zurueck und bin gluecklich darueber, die Wunder dieser Wasserwelt miterleben zu koennen.
Die Vogelwelt in dieser Gegend ist umwerfend. Ich mache ein Foto von einem majestaetischen Schreiseeadler, der in einem Baum sitzt und mit seinen Blicken das Wasser nach seinem naechsten Opfer absucht. Als wir vobei fahren, schwingt er sich in die Luefte. Zu anderen Vogelarten, die ich erspaehe, gehoeren Reiher, Schlangenhalsvoegel, Kormorane, Jacanas und ein grosser Sattelstorch.
Es ist voellig windstill als wir kurz anhalten, um wunderschoene Wasserlilien zu fotografieren, die in dem spiegelgleichen Wasser liegen und von den Spiegelbildern der Schilfpflanzen und Wolken eingerahmt werden. Weiter oben waermt sich ein Krokodil am sonnigen Ufer auf. Nach 1 ½ Stunden haben wir bereits die Haelfte der Strecke geschafft, die von der kleinen Insel Gadikwe markiert wird. Auf dieser Insel steige ich in das Boot um, das vom Camp Okavango geschickt wurde. Nach einer Kaffeepause fuehren wir die Reise durch die engen Kanaele fort. Als wir uns der Lodge naehern, sehen wir Elefanten und Moorantilopen auf einer Ueberschwemmungsebene grasen. |
Das Okavango Delta:Das Okavango Delta ist eines der groessten Binnengewaesser der Welt. Es erstreckt sich ueber eine Flaeche von 16.000 km² und besteht aus ruhigen Lagunen, kristallklaren Kanaelen, gewundenen Nebenfluessen, bewaldeten Inseln und Ueberschwemmungsebenen. Im Okavango findet man eine Vielzahl von Voegeln, Pflanzen, Fischen und Tieren wie z.B. die seltene Sitatunga-Antilope. |
Das Camp Okavango:Das Camp Okavango befindet sich auf der entlegenen Insel Nxaragha und bietet maximal 24 Gaesten Unterkunft in geschmackvoll eingerichteten Safarizelten im ostafrikanischen Stil, die alle mit Sonnendeck und eigenem Badezimmer ausgestattet sind. Das Gelaende ist schattig und umfasst einen Swimming Pool, Lesebaenke, eine Beobachtungsplattform und Haengematten fuer den aeusserst wichtigen Mittagsschlaf. |
Ausfluege im Okavango Delta:Im Okavango Delta richtet sich der Tagesablauf nicht wie in anderen Gegenden in Botsuana nur nach den Pirschfahrten. Die hier angebotenen Ausfluege umfassen gefuehrte Naturwanderungen auf Inseln oder Ausfluege in Mokoros (Einbaeumen) durch flache Feuchtgebiete. |
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Ich werde auf dem Steg herzlich von den Campmanagern Karel von Heerden und seiner chilenischen Frau Pilar empfangen. „Nach dem Lunch wird sie unser dienstaeltester Reiseleiter, John Kana, auf einen Mokoro-Ausflug mitnehmen,“ meint Karel. „Jetzt aber koennen sie sich erstmal entspannen.“
Der Himmel hat sich bewoelkt und als wir zu unserer Abenteuerfahrt auf dem Wasser aufbrechen wollen, ist es schwuel und stickig. Kurz darauf allerdings bricht die Sonne durch die Wolken und wir bringen unser Fiberglas-Mokoro zu Wasser. Es weht kein Wind, so dass die Wasseroberflaeche einem Spiegel gleicht, als John uns vom Ufer abstoesst. Es erscheint so unwirklich, als wir langsam durch das stille Wasser gleiten und Moorantilopen auf den Ueberschwemmungsebenen beim Grasen beobachten koennen.
John stakt uns so sanft durch die klaren Untiefen, dass kaum ein Kraeuseln die Wasseroberflaeche bricht. Wir hoeren den duchdringenden Schrei eines Schreiseeadlers und halten an, um Schlangenhalsvoegel, Tauben und eine Kukucksart zu beobachten. Ploetzlich sprengen die Voegel auseinander, als aus den entfernten Wolkenbaenken ein lautes Donnern zu vernehmen ist.
John arbeitet bereits seit 20 Jahren im Camp Okavango. Er wurde auf der benachbarten Insel Mojei geboren und half 1981 bei der Erbauung des Camps. „Schauen Sie hier im Schilf,“ fluestert John. „Das ist eine Sitatunga – sehr scheue und seltene Antilopen.“
Wir verlassen den Hauptkanal und fahren weiter durch mit Schilf ueberwachsenen Nebenkanaele. Nach einigen Tagen mit Pirschfahrten auf holprigen Strassen ist es ein wahres Vergnuegen, die flachen Wasserstrassen friedlich hinunterzutreiben. John entdeckt einen riesigen Sattelstorch und wir bewegen uns in seine Naehe, um ein paar Fotos zu schiessen, bevor er sich grazioes in die Luefte schwingt.
Wir treiben still weiter, als ploetzlich ein Rascheln die Stille durchbricht. Eine Palme auf einer nahen Insel wackelt heftig. „Das ist ein Elefant, der die Palme mit seinem Kopf schuettelt, um an die kleinen Kokosnuesse zu gelangen,“ erklaert John lachend.
Sonnenstrahlen brechen aus den verstreuten Wolken hervor und tauchen das Wasser des Okavangos in silbernes Licht. Kurz vor Sonnenuntergang halten wir an einer kleinen Sandbank, auf der ein Tisch mit Sundownern und Snacks gedeckt wurde. In der Ferne tobt ein Regensturm. Gluecklicherweise naehert er sich nicht und wir koennen deshalb den Sonnenuntergang beobachten. Das Delta wird dabei in rosarote und purpurne Becken verwandelt.
Als wir in der Lodge zurueck sind, bekommen wir als Abendessen ein ausgezeichnetes Mahl bei Kerzenlicht. Als Vorspeise gibt es gefuellte Pilze und als Hauptgang ein Rinderfilet und mit Zimt bestaeubte Suesskartoffeln. Als Nachspeise wird ein leckerer Bananenpudding und frischer Obstsalat serviert.
Am naechsten Morgen geht es bereits vor dem Morgengrauen los. Heute steht eine Safariwanderung auf der Insel Buffalo auf dem Programm. Die Insel Buffalo ist eine bewaldete Wildnis, auf der Baumarten wie der Leberwurstbaum, Akazien und afrikanische Mangosteenbaeume zu finden sind und deren Ueberschwemmungsebenen in einem gelben Ton leuchten. Einige Regentropfen fallen von dem ungewoehnlich stark bewoelkten Himmel, als wir mit unserem Schnellboot aufbrechen.
„Es besteht die Moeglichkeit, dass wir einem Loewen oder Elefanten begegnen. Falls wir welche sehen sollten, bleiben Sie bitte ruhig und rennen Sie nicht, da die Tiere sonst davonlaufen,“ weist John an. „Aber falls wir auf einen wuetenden Bueffel stossen, sollten wir auf einen Baum klettern oder uns in einem Gebuesch verstecken, da Bueffel sehr gefaehrlich werden koennen.“
Schon nach relativ kurzer Zeit sehen wir vier Giraffen, die elegant davongaloppieren. Weiter oben steht ein Elefant regungslos unter einem Baum. Dann geht die Sonne in einem feurigen Schauspiel auf und taucht die Schaefchenwolken in ein rosafarbenes Kaleidoskop. Wir halten an einem sandigen Pfad an, wo uns John die Pfotenabdruecke von einem ausgewachsenen, maennlichen Loewen zeigt, der hier in der Nacht vorbeigekommen sein muss. Als es etwas waermer wird, ruhen wir uns auf einem Termitenhuegel aus und beobachten eine Herde Moorantilopen, die auf der Ueberschwemmungsebene grast und ein Flusspferd, das aus dem Schilf watet. Weit enfernt tauchen fuenf Elefanten aus dem Wald auf und laufen gemaechlich ueber das offene Feld. |
Es ist ein Gefuehl von Freiheit, sich unter den Tieren Afrikas zu bewegen. |
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Koestliche Mahlzeiten
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Nach der Rueckkehr zur Lodge wird Ihnen bei Kerzenlicht ein ausgezeichnetes Mahl serviert. Als Vorspeise gibt es gefuellte Pilze und als Hauptgang ein Rinderfilet sowie mit Zimt bestaeubte Suesskartoffeln.
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Ausflug im Mokoro
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Im Okavango Delta richtet sich der Tagesablauf nicht wie in anderen Gegenden in Botsuana nur nach Safarifahrten. Die hier angebotenen Ausfluege umfassen gefuehrte Naturwanderungen entlang der Inseln oder Touren in Mokoros (Einbaeumen) durch flache Feuchtgebiete.
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Transport zum Camp Okavango
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Es ist kurz nach 8 Uhr, als das Motorboot seine Reise in den gewundenen Wasserstrassen in der Naehe der Xakanaka-Lagune beginnt. Wenn Sie durch die Untiefen brausen, streifen hohe Schilfpflanzen und Reihen von Papyrusstauden das Boot.
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